Präsentation der Publikation: Die Ver-tonung der Welt

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Martina Funder

Do, 2. März 2017, 19 Uhr
Es spricht: Renée Gadsden, Kunsthistorikerin
Eröffnung: Bürgermeister DI Stefan Szirucsek

02.03.2017

Die VerTonung der Welt: Angreifen und begreifen, erfassen und gestalten, wahrnehmen und transformieren. Ton als Ausdrucks- und Gestaltungsmittel ist für die Keramikerin und Künstlerin Martina Funder das Material, das der Erde am Nächsten ist.

Bevor sich Martina Funder dem Ton als Werkstoff konsequent zuwendet, studiert sie zunächst von 1973 bis 1978 Malerei in der Meisterklasse von Gustav Hessing an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach ihrem Diplom und geprägt vom familiären Umfeld - ihren Bezügen zu einer der ältesten in Wien ansässigen Hafnerdynastien -, entscheidet sie sich für ein weiteres Studium, das für ihr zukünftiges künstlerisches Schaffen entscheidend und bestimmend sein wird. Von 1981 bis 1985 studiert sie Keramik in der Meisterklasse von Günter Praschak an Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz.

Zunächst bedient sie sich bei ihren Versuchen, sich der Welt anzunähern, sie zu verstehen und in neue Sinnzusammenhänge zu stellen, der Medien Zeichnung und Malerei. Mit den ersten künstlerischen Arbeiten, die sie verkauft, erwirbt sie ihren eigenen Brennofen und entdeckt  den Werkstoff Ton als Möglichkeit, ihr kreatives Potential zu erforschen und auszuloten. Ton wird für sie zum Kunstmedium schlechthin und Markenzeichen ihrer Ausdruckskraft jenseits einer banalen Nachahmung von Wirklichkeit.

Seit 1978 arbeitet Martina Funder als freischaffende Künstlerin mit Fliesen, Ziegeln und Kacheln. Ihre Motive, Muster und Formen entlehnt sie aus der Natur, das Kraftvolle des Materials wird zum Objekt: Kachelbilder und Pflanzenziegelsteine.

In den letzten zehn Jahren wendet sich Martina Funder verstärkt dem Organischen und Struktiven zu und entwickelt eine Formensprache, in deren Mittelpunkt die Auseinandersetzung mit den Kunstformen der Natur, geformt von Wind und Wetter, steht. Es entstehen Werke, die an Bergmassive, Ast- und Blattformen erinnern, oder an natürliche Oberflächenstrukturen. Ein ähnlich starkes Interesse entwickelt sie für die vom Menschen herbeigeführte Form, etwa alle Formen der Architektur wie Mauern oder andere gerüsthaften Konstruktionen. Bei ihrer Suche und ihren künstlerischen Recherchen nach der Urform sind ihr Reisen und Naturbeobachtungen eine wichtige Inspirationsquelle. Die Arbeiten, die dabei entstehen, verweisen auf Muster und Oberflächen, die Martina Funder als Zeichen liest und entsprechend mit dem Material Ton aus der Fläche ins Dreidimensionale treten läßt.

Ihre Werke sind Angebote die Welt wahrzunehmen und mit ihr in einen Dialog zu treten. “Die VerTonung der Welt setzt sich in ihrem selbst gewählten System der Erkenntnis mit für die BetrachterInnen überraschenden Ergebnissen immer weiter fort, ohne universalistische Ansprüche zu stellen.” (Rainald Franz)

Buch „Martina Funder. Die VerTonung der Welt / The World Composed in Clay“
Im Verlag für moderne Kunst ist das Buch „Martina Funder. Die VerTonung der Welt / The World Composed in Clay“ mit Texten von Rainald Franz, Renée Gadsden, Hartwig Knack, Anna Lorenz in deutscher und englischer Sprache erschienen. Grafikdesign: Maria Anna Friedl, Paperback, 22,2 x 16,7 cm, 104 Seiten, 76 Abb. in Farbe, ISBN 978-3-903131-65-1, Euro 24,00.   www.vfmk.org


2 weitere Termine::

Teilnahme an der Gruppenausstellung “Keramik aus Leidenschaft”
mit Kurt Ohnsorg, Günter Praschak und seinen Schülerinnen
Eröffnung: Freitag, 17. März 2017, 18.30 Uhr
Ort: NÖ Dokumentationszentrum für Moderne Kunst, Prandtauerstraße 2, 3100 St.Pölten
Dauer: 18. März – 16. April 2017
Öffnungszeiten: Mi – So 10 – 17 Uhr
Eintritt frei
Zur Ausstellung spricht Mag. Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums Niederösterreich. Eröffnet wird die Ausstellung von DDr. Leopold Kogler, Leiter des NÖ Dokumentationszentrums für Moderne Kunst.

Buchpräsentation mit Ausstellung
Martina Funder. Die VerTonung der Welt / The World Composed in Clay
Eröffnung: Donnerstag, 22. März 2017, 18.30 Uhr
Ort: ARCC.art Galerie, Kaiserstraße 76,1070 Wien
Eintritt frei
Der Kunstwissenschaftler, Kurator und Autor Hartwig Knack spricht zum Werk.
Die Flötistin und Komponistin Sylvie Lacroix interpretiert die Arbeiten von Martina Funder musikalisch.

Information zum Werk www.martinafunder.at
Anfragen Martina Funder T + 43 676 503 85 68, martina.funder@utanet.at
Februar 2017