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18.04. - 21.06.2026 | Performance I Hauptraum

#3 Venous

Luiza Furtado

Mit Venous präsentiert Luiza Furtado eine neue Arbeit, die vom Rhythmus der Zikaden als translokale Präsenz in den Klanglandschaften jener Städte inspiriert ist, in denen sie gelebt hat.

 

Die Performance orientiert sich an einem Kreislaufsystem, in dem die Körper von Insekt und Mensch miteinander verschmelzen. Dabei setzt sich Furtado mit der Hämolymphe auseinander – jener Flüssigkeit, die im Körper von Insekten zirkuliert, um Nährstoffe und Hormone zu transportieren, ähnlich dem Blut im menschlichen Körper. Textile Elemente, weiche Skulpturen und Gemälde verdichten sich gemeinsam mit dem Sound von Francesca Hirschl zu einer vielschichtigen Erzählung, die in Bewegung übersetzt wird.

 

Die Künstlerin befasst sich dabei mit jenen Prozessen, die unter den versiegelten Oberflächen urbaner Landschaften unaufhörlich in Gang sind. Mittels spekulativer Fiktion entwirft sie ein poetisches Gefüge, das die Widerstandskraft des Bodens ebenso thematisiert wie verborgene ökologische Prozesse. Insekten erscheinen dabei als Träger eines aktiven Gedächtnisses und als Speicher kollektiver und ökologischer Erinnerung.

 

30.5.2026, 16 Uhr

Performance

 

31.5.2026, 16 Uhr

Performance

Im Anschluss: Luiza Furtado im Gespräch mit Katja Stecher

 

Die Arbeiten der Künstlerin sind bis Sonntag, 7. Juni zu sehen.

Luiza Furtado

geboren 1999 in Florianópolis (Brasilien) erwarb 2021 ihren Bachelorabschluss in Design an der PUC (Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro) in Rio de Janeiro. Aktuell studiert sie an der Akademie der bildenden Künste Wien.

 

Als Performerin und Multimedia-Künstlerin erforscht Furtado unterschiedliche Materialitäten und deren ökologische Resonanzen im Anthropozän. Im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart adressiert Furtado Fragen von Hybridität im Spätkapitalismus und macht Verflechtungen von biopolitischer Kontrolle und industriellen Dynamiken sichtbar. In ihrer künstlerischen Forschung verbindet Luiza ökologische Fragestellungen mit Tanz, Performance und multimedialen Elementen. So öffnet sie Räume für spekulative Fiktionen und hybride Narrative, die zum Nachdenken über mögliche ökologische Zukünfte anregen.

Kunstverein Baden
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