nach jetzt
nach jetzt ist eine Ausstellung, die dort beginnt, wo jeder Moment aufhört – nicht als Sprung in eine unbekannte Zukunft, sondern als bewusste Fortsetzung des Gegenwärtigen. Der Titel beschreibt eine Haltung und stellt zugleich eine Frage: Kann es das Jetzt überhaupt geben, wenn der Moment, den wir als Jetzt benennen, bereits vergangen ist, während wir ihn aussprechen?
Teresa Hunyadis Arbeiten laden zu einer Auseinandersetzung mit dem wiederkehrenden Tod ein – Minute für Minute auf bearbeiteten Holzbrettern und Lebewesen für Lebewesen in einer Installation aus Ausmalbildern.
Cornelia Königs Neon- und Spiegelarbeiten fragen nach den Bedingungen, unter denen ein Jetzt denkbar wird: in einem Entschluss, in einem Bild oder in der Bereitschaft, die Gegenwart anders zu bewohnen?
Daniel Nuderschers Arbeit greift auf ein Wort zurück: Jetzt. Die Fensterscheibe des Ausstellungsraums wird zum Klangkörper und erinnert Passant*innen nicht zuletzt an Vergänglichkeit.
nach jetzt ist ein Plädoyer für positive Antizipation: für eine Haltung, die das Kommende als etwas begreift, das immer schon da ist.
Im benachbarten Projektraum präsentieren Mitglieder des Kunstvereins aktuelle Arbeiten. Jede Ausstellung wird von den Künstler*innen selbst konzipiert und umgesetzt.
lebt und arbeitet in den Niederlanden. Sie studierte an der Universität für angewandte Kunst Wien und absolvierte einen Studienaufenthalt in Japan. Mensch, Tier und Gegenwart sind wiederkehrende Themen ihrer künstlerischen Arbeiten.
arbeitet mit Glas und objektbasierter Kunst. Sie studierte unter anderem an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und absolvierte ein Aufbaustudium in Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
arbeitet medienübergreifend mit Fotografie, Skulptur, Lichtinstallationen, Animationsfilm, Text, Malerei und Visuals. Er lebt und arbeitet in Niederösterreich.

