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supercut

Vito Baumüller, Francesca Centonze, Michael Schmidl, Daniel Stolzlederer

Kuratiert von Brigitte Kowanz
Team: Peter Kozek, Alexander Martinz, Martina Menegon, Wolfgang Obermair

Soft Opening: Fr, 28. Mai 2021, 17 - 20 Uhr

Ausstellungsdauer: 29. Mai 2021 – 4. Juli 2021
supercut

Die Transmediale Kunst unter der Leitung von Brigitte Kowanz zeigt in den Räumen der
Galerie des KV Baden ausgewählte Arbeiten in medial vielfältigen Setzungen.
Ausgangspunkt ist die Publikation lightness and matter (erschienen im De Gruyter-Verlag,
2018), die vom Grafiker Johannes Lang gestaltet ein eindrucksvolles Bild von der
langjährigen künstlerischen Aktivität der Klasse bietet.
„Ich glaube, dass man Kunst nicht einfach lehren kann. Was wäre das denn für eine Kunst,
die gelehrte Kunst? Man vermittelt einen Willen, Begeisterung und Motivation, eine Haltung.
Ich glaube, dass der Wille zur Kunst eine der Grundlagen für alles weitere ist. Dieses Feuer,
allen Hindernissen zum Trotz dran zu bleiben, nicht aufzugeben und die eigene Vision vor
Augen zu haben, wo man hin will, was man will - das ist der Kern des Ganzen. Das sind
kurze Flashes, eine Höhenfahrt, ein Flow, Momente. Sie tragen einen immer weiter und sich
an genau solche Momente immer wieder zu erinnern oder sie wieder anzustreben, das ist
auch, was uns antreibt…“

www.transmedialekunst.com


Daniel Stolzlederer
s.f.S.
2-Kanal Audioinstallation, Licht
2021
In kompletter Finsternis erwacht, durch Klirren und wabernden Klang aus dem Nichts
gerissen. Transferierte Bilder, Ideen und Ambiancen füllen den Raum und formen aus
bekannten Eindrücken fremde Körper die umschließen und verführen. Die ursprünglichen
Werke wurden geschaffen, kondensiert, gesammelt, kuratiert, geordnet um schlussendlich
die Essenz einer ganzen Epoche in die Hand einer einzelnen Entität zu legen. Dieses
Bündel, ein Rastplatz aber auch eine Parade, lässt sich immer wieder erneut öffnen um das
Dunkle zwischen den Seiten nichtig zu machen und langsam aber doch mit dem hungrigen
Umblättern Licht auf die Werke der vergangenen Jahre zu werfen. Eine Licht-Gradiente
entsteht durch diesen simplen Akt, der aufgeblasen wird um einen ganzen Raum dem
Umblättern zu widmen. Ein endloser Zyklus aus Dunkel und Hell, der niemals vergeht bis
sich das äonenalte Spiel schlussendlich komplett in Licht auflöst und sichtbar macht was
ewig unsichtbar war.

Daniel Stolzlederer
VD_00005_3
Überwachungskamera-Footage
2021
Und es ist wahr, es passiert. Wenn ein Entstehungsort unter die Zerreißprobe gestellt wird,
wenn Kontakt nur heimlich zu machen ist. Der öffentliche Raum kontaminiert, die Zeit
abgedrosselt. Fragile Aufnahmen einer Kapsel, eines Versuchs. Das einfache Verlangen das
Bisherige fortzusetzen. Ewig festgehalten arrangiert und karamellisiert. Der Sommelier weiß
schon was er darbietet. Ob diese Dinge auch passiert wären wenn das Glas nicht gefüllt
werden müsste. Man weiß es nicht. Aber es ist echt. Unfreiwillig echt. Unfreiwillig Zeit.

Francesca Centonze
ABOUT SOME FRAMES
Installation
Aquarelle auf 400 MDF-Platten, je 10cm x 10cm
Projektion
2021
In Lightness and Matter erstrecken sich 400 einzigartige Arbeiten über einen Zeitraum von
20 Jahren. Die zahlreichen Beiträge in diesem Buch bilden eine Einheit - ein erweitertes Foto
aus fragmentierten Erinnerungen - und vermitteln einen Gesamteindruck der verstrichenen
Zeit. Sie repräsentieren die Studierenden, die sich innerhalb und in der gesamten Abteilung
geformt, geschaffen, unterhalten, gekämpft und ausgedrückt haben.
Als Ausstellung von Erinnerungen wirken die Stücke zerlegt und hängen an den Wänden.
„Ich gebe ihre Bilder zurück, indem ich sie auf Holzfliesen mit einer Größe von jeweils 10x10
cm transkribiere und bedrucke.“ Einige Arbeiten wurden auch digitalisiert, animiert und auf
die Kacheln projiziert.

Michi Schmidl
Readings
Installation
Videoloop, VR, 3D Print, 24cm x 17cm x 4cm
2021
Die gezeigten Filmessays sowie die Skulptur sind eine Annäherung an lightness and matter
oder sogar ein Weiterdenken der Strukturen und Formen. Innerhalb der verschiedenen
Videos und Animationen nimmt das Buch dabei verschiedene Rollen ein und wird durch
diese hindurch erforscht: als eigenständig agierendes Objekt, als dreidimensionale
Architektur oder als Raum und Gestalter von Licht. Dadurch wird einerseits die Beziehung
zwischen den gezeigten Werken selbst und deren Repräsentation im Buch wie auch die
Beziehung zwischen Klasse und Buch beleuchtet.

Vito Baumüller, Francesca Centonze, Michi Schmidl
Eternal Fame
Videoloop
2021
Performer: Vito Baumüller
Kamera: Francesca Centonze + Michi Schmidl
Editing: Francesca Centonze
Coaching: Peter Kozek
Basierend auf einem Reenactment der Performance 3 minutes of fame von Suchart
Wannaset beim Performanceabend GO! der Transmedialen Kunst 2013 beobachten und
begleiten wir einen elegant gekleideten Performer wie er sich durch seine eigenen Schritte
selbst einen roten Teppich auslegt. Die leeren Räume der Uni, die er durchwandert sind aber
keineswegs unbelebt, im Gegenteil sie sind Orte der Erinnerung und Hintergrund für viele
Jahre künstlerischer Suche und self-empowerment.

Vito Baumüller
o.T.
Videoloop, 3D-Animation
2021
Produktion: Michi Schmidl
Die Zeit per se endet vielleicht nie, gleichzeitig läuft sie sichtlich und spürbar ab.
Jene Zeit die uns von den Uhren an Türmen und in beinahe allen digitalen Devices
angezeigt wird, die stirbt eines Tages. Selbst das „Damoklesschwert Zeit” wird sich in
weniger als Luft auflösen, nachdem es neben Milliarden Geschwisterklingen zielsicher die
Menschheit trifft. Die Zeit als unendliche Ereigniskette ist eine Theorie die stimmt oder nicht.
Sollte die Unendlichkeit neben einer mathematischen Idee einen in der physischen Welt
existierenden Wert darstellen, wie zum Beispiel die größe des Alls oder die Dauer der Zeit
müssen wir uns als endlicher Organismus in einem unendlichen Rahmen erkennen.
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