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BE Genius

Minna Antova, Christian Bazant-Hegemark, Michael Bottig, Andreas Dworak, Martina Funder, Klaus Hollauf, kozek hörlonski, Cornelia König, Doris Libiseller, Catherine Ludwig, Ela Madreiter, Cornelia Mittendorfer, Michael Niemetz, Edith Richter, Ro

Vernissage: Sa, 11. Juli 2020, 11 – 14 Uhr

Es spricht: Christine Humpl-Mazegger, Kunsthistorikerin
Eröffnung: Bürgermeister DI Stefan Sziruczek

Ausstellungsdauer: 11. Juli  – 30. August 2020
Ausstellung der Mitglieder des Kunstvereins Baden zum Jahresthema 2020:


Be*ethoven Genius - Genie und Gender
(aus Anlass des Beethovenjahres 2020 in Baden bei Wien – 250.Geburtstag LvB)


Ein Genie (über das französische génie vom lateinischen genius, ursprüngl. „erzeugende Kraft“, vgl. griechisch γίγνομαι „werden, entstehen“, dann auch „persönlicher Schutzgott“, später „Anlage, Begabung“) ist eine Person mit überragender schöpferischer Geisteskraft („ein genialer Wissenschaftler“, „ein genialer Künstler“).
Wikipedia

„Um 1800 sprechen deutsche Dichter und Denker zum ersten Mal vom „Genie“. Sie erheben Shakespeare zum Prototypen und werfen sich überschwänglich Worte wie „Genius“, „Geist“ und „Vollkommenheit“ zu. Für die Romantiker ist ein Genie jemand, der ohne mühsam erlernten Regeln zu folgen, schon von Geburt an mit einem Talent gesegnet ist, das ihm erlaubt, Neues zu schaffen.

Auch in der Literaturwissenschaft spricht man, seit Roland Barthes 1967 den Tod des Autors verkündete, nicht mehr vom autonomen Subjekt, das aus sich heraus Werke schöpft. Stattdessen herrscht die Vorstellung, das Umfeld und der gesellschaftliche Kontext seien verantwortlich für das, was geschrieben wird.

Das wirklich Gefährliche an der Idee des Genies ist deshalb nicht, dass sie uns in die Irre führt und auch nicht einmal, dass sie uns zu kränkelnden und verrückten Individuen macht, wie es Goethe oder Thomas Mann in ihren Romanen beschreiben. Das viel größere Problem ist, dass uns der Glaube an Genies begrenzt, fixiert und fesselt.
So lange wir an Genies glauben, glauben wir daran, dass Männer mehr schaffen können als Frauen.“

Marie-Luise Goldmann, https://ze.tt/so-lange-wir-an-genies-glauben-glauben-wir-daran-dass-maenner-mehr-schaffen-koennen-als-frauen/; 10.11.2016
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