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Buchpräsentation

Dialoge über das (Nicht-) Archivieren von Veronika Burger

Freitag, 29. November 2019, um 19.00 Uhr

Performative Lesung und Diskussionsrunde von und mit Veronika Burger (Herausgeberin, Künstlerin), Elisabeth Kemeter (Lampenschirmmacherin) und Katharina Brandl (Kunst- und Politikwissenschaftlerin; Künstlerische Leitung Kunstraum Niederösterreich)
Dialoge über das (Nicht-) Archivieren | Dialogues about (non-) archiving

Das Künstler*innenbuch interessiert sich für die vielfältigen sprachlichen Formen des (Nicht-) Archivierens von Lebens- und Arbeitssituationen von Frauen. Die Publikation fokussiert sich auf die Korrespondenz (Emails, Interviews), die im Prozess der Realisierung der Installation „even if the lights go out, there is still light“ (2016-17) von Veronika Burger entstanden ist. Die Arbeitswelt der Wiener Lampenschirmmacherin Elisabeth Kemeter rückt in den Mittelpunkt, die zwei hellblaue Lampenschirme im Jahre 1989 für den James Bond-Film „The Living Daylights“ anfertigte. Diese Lampenschirme fielen aus der endgültigen Schnittfassung des Films heraus, ihre Originalentwürfe existieren nicht mehr. Im Kontrast zu der scheinbar lückenlosen und hegemonialen Geschichtsschreibung wird das Bruchstückhafte als Strategie- und Erzählform eingesetzt. Die Publikation soll ein Biogramm einer generationsübergreifenden Linie an Frauen, die Handwerk und Wissen aneinander weitergegeben haben, zeichnen: Deren Selbstverständnis im Handwerk, nicht in der Kunst lag und denen in Gegenwart und Vergangenheit Öffentlichkeit verwehrt wurde. Das Künstler*innenbuch wird in Form einer performativen Lesung in Anwesenheit der Künstlerin Veronika Burger präsentiert.



Veronika Burger (*1981 in Wien / AT) lebt und arbeitet in Wien als freisschaffende Bildende Künstlerin, Filmemacherin, Fotografin, Lektorin, Lehrende und als Kulturarbeiterin in verschiedenen Kollektiven. Sie studierte Bildende Kunst an der Akademie der Bildenden Künste und Mediengestaltung an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, Österreich. Sie war Artist in Resident in Nida, Litauen (Nida Art Colony, 2018), Yogyakarta, Indonesien (Auslandsatelier des Bundeskanzleramtes Österreich, 2016), Bielefeld, Deutschland (Artists Unlimited, 2015) und Turbo Resident während des ImPulsTanz Festivals in Wien 2013. 2017 wurde sie mit dem Förderungspreis für Bildende Kunst der Stadt Wien ausgezeichnet und erhielt ein Arbeitsstipendium vom Österreichischen Bundeskanzleramt für Video- und Medienkunst. 2019 wurde ihr der Theodor Körner Preis in der Sparte Bildende Kunst verliehen. Weiters war sie AIR Krems Resident an der School of Arts (SAIC) in Chicago, US und Artist in Resident-Stipendiatin des off/line Projektes der Art Foundation For Peace in Zemo Nikozi, Georgien.


2019|18 waren ihre Arbeiten u.a. International in Gruppenausstellungen und auf Filmfestivals vertreten
(Auswahl):
Festival Film Dokumenter, Jogjakarta (ID), VAFA - Video Art For All | International Video Art Festival, Macau (CN), International SOUND & FILM MUSIC FESTIVAL, Pula (HR), Kunstraum Niederösterreich, Wien (AT), Photon Galerie Ljubljana (SLO), periscope, Salzburg (AT), Jakarta International Documentary and Experimental Film Festival, Jakarta (ID), BIDEODROMO - International Experimental Film And Video Festival, BilbaoArte Art Production Center, Bilbao (ESP), FrauenFilmTage Wien (AT), Balkan Can Kino, Athen (GR) und Konganei Art Spot (JPN).
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