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PARADISI

Vanessa Paschakarnis, John Greer, Günther Gross, Franz Part

Vernissage: Fr, 22. März 2019, um 19 Uhr
Es spricht: Angelika Starkl, Kuratorin
Eröffnung: Stadtrat Hans Hornyik

Ausstellungsdauer: 23. März 2019  – 21. April 2019
PARADISI

Vanessa Paschakarnis und John Greer haben in Pietrasanta (Toskana) ein Atelier mit dem Namen Paradiso, auch die Kunstfabrik ist ein Paradies für Künstler. Die Ausstellung handelt von den beiden Orten - unseren Paradisi.

Das Paradies ist eine Metapher für einen Ort, an dem man Erfüllung erlangt. Was bedeutet das für zwei Bildhauer, die durch einen großen Atelierraum an einem Ort miteinander verbunden sind, der dem Himmel so nahekommt, wie es für sie auf Erden erscheint? John Greer und Vanessa Paschakarnis erforschen konzeptionell die Ideen zur Erlangung einer spirituellen Richtigkeit - jeweils durch ihre eigene Objekt- und Bildsprache. In dieser Ausstellung versuchen sie, ihre Gedanken auszudrücken, um Sie auf eine Entdeckungs- und Erkundungsreise einzuladen, die Ihnen dabei helfen kann, Ihren eigenen Weg ins Paradies zu finden. Es ist eine von Selbsterkundung durch Befragung von Kunstwerken, mit denen Sie konfrontiert sind. Kunst hat die Macht, das Gewöhnliche zu überwinden, und wenn ein Kunstwerk funktioniert, erreicht es einen Zustand der Richtigkeit. Es nährt dich. Es stärkt dich.
In dieser Ausstellung versuchen die beiden Künstler nicht, eine Antwort zu geben, sondern tauchen Sie in einen Raum ein, der hoffentlich Ideen an die Wand prallen lässt. Das Paradies ist auch ein gefundener Ort - eine Idee, die für diese Gruppenausstellung Anklang fand und gleichgesinnte Künstlerfreunde aus der Ferne ermöglicht, nebeneinander auszustellen. Im Rahmen ihres eigenen gefundenen Paradieses können die Künstler die einzelnen Recherchen vorstellen, die nur in der Sprache der Kunst ausgedrückt werden können.

John Greer stellt seine Arbeiten seit 1967 ausgiebig in Kanada, USA, Korea und Europa aus. Über 27 Jahre hielt er eine Professur an der NSCAD Universität in Halifax, Kanada. Sein Denken und Lehren hat die zeitgenössische Skulptur und Kunstpraxis in Kanada weitgehend beeinflusst.
2015 hatte Greer seine bedeutende Retrospektive “retroActive” in der Art Gallery of Nova Scotia. Eine 350 Seiten starke Monografie wurde dazu publiziert und ist Manifest seiner schöpferischen Karriere.
In 2009 erhielt Greer den renommierten “Governor General’s” Preis in Visueller Kunst in Anerkennung seiner bedeutenden lebenslangen Leistung und seines signifikanten Beitrags zur zeitgenössischen kanadischen bildenden Kunst.
“Gathering”, 2001 in Seoul, Korea und “Reflection”, 2001, das Monument für Kanadische Entwicklungshelfer in Ottawa sind Beispiele zu Greer’s Beteiligung an Kunst im öffentlichen Raum. Sein Monument für das kanadische Baugewerbe wurde 2017 von Premierminister Justin Trudeau enthüllt und im Herbst desselben Jahres wurde eine neue Skulptur für die McMurtry Justizgärten in Toronto öffentlich vorgestellt.
John Greer hat Ateliers in Kanada und Italien. Er bevorzugt die Bildhauerei als Ausdrucksweise und versucht den Betrachter als menschliches Wesen, als denkendes Objekt inmitten anderer Objekte mit einzubeziehen, als ein Wesen “von” der Welt, ein Kulturobjekt.

Geboren: 28. Juni 1944
Geburtsort: Amherst, Nova Scotia, Kanada
Nationalität: Kanadisch
Ateliers: Pietrasanta (LU) Italien und East LaHave, NS Kanada

Die Deutsch-Kanadierin Vanessa Paschakarnis, stellt ihre Werke in Europa, den USA und Kanada aus. Sie hält ein Diplom der Freien Kunst, Bildhauerei von der KHB Berlin, Deutschland und ein MFA der NSCAD Universität in Halifax, NS, Kanada.
Vanessa lehrte Bildhauerei an Universitäten in Kanada, in Cortona, Italien für die Universität von Georgia, USA und sie hielt eine Professur an der Meadows School of the Arts an der Southern Methodist Universität in Dallas, TX USA.
Vanessa war zweimal im Halbfinale des renommierten Sobey Art Awards und erhielt 2009 den Förderpreis der Skulpturenbiennale in Bad Homburg. 2011 erhielt sie den „Woman of Excellence“ Preis des kanadischen „Progress Clubs“. Vanessa ist seit 2011 in Projektmanagement für große private und öffentliche Skulpturenprojekte involviert. Ihre Arbeiten sind u.a. in der kanadischen Nationalgalerie, der Kunstgalerie in Nova Scotia, der Sammlung des kanadischen Auswärtigen Amtes und der Thiel Sammlung in der Schweiz vertreten.
Ihre Kunstwerke provozieren eine Reaktion durch Material und Dimension, beziehen den Betrachter in ein Gespräch mit artikulierten Objekten als “das Andere” ein, verändern und vergrößern das Körperbewußtsein um die Außenwelt in den Moment mit einzuschließen.

Geburtstag: 10. Januar 1970
Geburtsort: Werneck, Germany
Nationalität: Deutsch, Kanadisch
Ateliers in:  Pietrasanta (LU), Italien und East LaHave, NS Kanada

Franz Part geht es um das Umkreisen, um Referenzen und Anspielungen auf die Kunstgeschichte. Marcel Duchamp steht dafür Pate: rot und grün bemalte Leinwände, Sujets, die gespiegelt oder grob gerastert sind, exakte Maßangaben und schwer erkennbare Zusammenhänge. Was all das bedeutet? Für Duchamp war ein Kunstwerk, worauf sich der Betrachter eingelassen und was er reflektiert hat. Auch Franz Part lädt dazu ein, aktiv in seine Kunstwelt einzutauchen.

Geb. 1949 in Wien
Lebt und arbeitet in Raabs an der Thaya
Studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Rudolf Hausner
Künstlerischer Leiter des Raum für Kunst im Lindenhof Raabs an der Thaya


Gefaltete Naturbilder
Dabei werden Naturbilder zu geometrischen Formen gefaltet.
Im Garten der Kunstfabrik Groß Siegharts findet und fotografiert Günther Gross Naturstrukturen. Schwarzweiß Fotos von Laub und Bäumen werden auf Papieren gedruckt. Durch falten und bearbeiten zu geometrischen Formen, bekommt das Papier eine andere Identität und eine neue Ordnung.



Geb. 1961 in Waidhofen an der Thaya
Studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien
Lebt und arbeitet in Groß Siegharts
Künstlerischer Leiter der Galerie Kunstfabrik Groß Siegharts  
Geschäftsführer der Galerien Thayaland
  • Capricorno
  • Paradisi
  • Black Madonna
  • Remebering Eve