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Bernhard Tragut

"durch dich und durch mich"

Musik: RUCKI ZUCKI PALMENCOMBO - light
Vernissage + Galeriefest: Sa, 18. November 2006, ab 19 Uhr
Eröffnung: Stadtrat Hans Hornyik

Bernhard Tragut


"durch dich und durch mich"

Ich versuche in meinen Arbeiten, über das Alltägliche in die Tiefen unserer Existenz vorzudringen, in dem ich alltägliches sakralisiere, Monumente demontiere, vergrößere und verkleinere, verberge und herzeige sowie Augenblicke verdichte.
Wie einmal Franz Ringel sagte, die Wirklichkeit ist die Wirklichkeit, ein Bild ist ein Bild. So sehe ich mein Tun als Künstler.

Über Bernhard Tragut…
Bernhard Tragut befindet sich weitab der Kunstszene. So weit, daß er oft grandios mißverstanden wird. Und das ist gar nicht mehr so leicht heute.
Seine Methode der Transformation: sehen, selektieren, später abrufen, was im Kopf geblieben ist, uneitles Umsetzen in unkrapriziöse Werkstoffe: Beton, Gips, und Holz.
Tragut schafft sich keine Umgebung, keine Aura, er kann sich auf seine ursprüngliche Ausstrahlung verlassen... Er ist ein Heimatkünstler latenter Heimaten, ein witziger Beobachter ungesicherter Sicherheiten, er erstellt die Podeste des Trivialen.
Das geht aber so weit, daß er sich nicht abschirmt, auf Distanz hält, sondern sich vol! einläßt auf die Karotten und die Einkaufstaschen und die Krawatte des Handlungsreisenden. Es gibt sie alle. Sie bestehen jedenfalls, und Tragut läßt sie bestehen, ohne zu karikieren, zu kritisieren, bloßzustellen. Er braucht das nicht. Seine Figuren haben die innere Kraft
menschlicher Würde anläßlich der Begegnung mit den Mythen des Alltags."
David Staretz

Die Idee, diesen Wesen über die Schultern zu blicken, ist trotzdem nicht so schnell zu verwerfen. Zumindest nicht symbolisch. Denn jemandem über die Schulter zu sehen heißt, dessen Perspektive mit-wahrnehmen; heißt, die Nähe, den Atem einer Person spüren; heißt in eine Situation mit-eintauchen. Es heißt auch, etwas sehen, das der Mensch, hinter den man getreten ist, selbst nicht zu sehen imstande ist. Hier, an dieser Schwelle beginnt die Spannung des privaten Einblicks.
Bernhard Traguts Arbeiten befinden sich genau in diesem Übergangsbereich zwischen Intimität und Unzugänglichkeit. Es ist, als ob man dabei wäre, wie gerade jemand in seine Welt eintaucht; als ob man Zeuge würde, wie sich jemand auf den Weg gemacht hat, sich seine Wünsche zu Verfolgen. Hier sieht man, anders gesagt, Menschen beim Träumen zu.
Eva S.-Sturm
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