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Natalia Weiss - Maria Arlamovsky - Kurt Spitaler

Vernissage: Sa, 7. November 2009, 19.00 Uhr
Eröffnung: LAbg. Bürgermeisterin Erika Adensamer
Musik: Jazz - Folk - improvisierte neue Musik
Manuel Mayr, Bass; Christian Grobauer, Drums; Vincent Pongracz, Klarinette
Natalia Weiss
„nest“
„Wenn man die Liebe untersuchen will, muss man alle ihre Aspekte untersuchen.“
Harry Harlow
Ich schicke zwei nicht näher bezeichnete Plastilintiere durch eine Reihe inszenierter Versuchsanordnungen.
Die Herangehensweise dabei ist nicht wissenschaftlich, sondern assoziativ und intuitiv.
„nest“ ist ein Versuchsfeld, das sich mit dem Phänomen Liebe, mit der Entstehung der ersten Bindungen auseinandersetzt.
Mich interesssieren die Ambivalenzen, die Abgründe, die Entgleisungen, die fehlgeschlagenen Bindungsversuche.
Was passiert, wenn schon ganz zu Beginn alles aus der Bahn läuft?
Diese Frage führte mich zu dem amerikanischen Wissenschaftler Harry Harlow, dessen zahlreiche Experimente in den sechziger Jahren die Mutter-KindBeziehung untersuchten.
Harlow bewies, das Geborgenheit und Nähe vor Nahrung unf Pflege kommen.
Er trennte neugeborene Rhesusaffen von ihren Müttern und lies sie von mechanischen „Mutterkonstruktionen“ aufziehen:
Die eine „Mutter“ war ein simples Drahtgerüst, mit integrierter Milchflasche.
Bei der anderen „Mutter“ war der der Drahtkörper mit einem flauschigen Stoff überzogen, allerdings fehlte die Nahrungsquelle.
Die Äffchen bevorzugten immer die „Stoffmutter“. Die „Drahtmutter“ wurde nur zur Nahrungsaufnahme aufgesucht.
Harlow wollte die damals herrschenden Paraadigmen des Behaviorismus brechen, wollte die Wichtigkeit von Nähe und Zuwendung für das Neugeborenen unterstreichen, den damaligen Eltern die Angst vor dem Verzärteln nehmen.
Meine Experimente sind ein Spiel mit sich ständig ändernden Regeln:
„nest“ besteht aus einer stetig wachsenden Sammlung an Einzelarbeiten, die mittels verschiedener Medien erstellt werden:
Der Digitalfotgrafie, der Druckgrafik, des Animationsfilms und der Installation.
Viele Einzelarbeiten entstehen parallel, manche antworten anderen – alle entstehen im Dialog.
Ich möchte Fragen finden, Erinnerungen wecken, Ängste bannen.
Denn ist die Abwesenheit von Angst nicht einer der Ursprünge der Liebe?

Natalia Weiss - Biographie:
Radierung, Zeichnung, Animation, Installation,
Geb.: 1973 in Neunkirchen, Niederösterreich
Auszeichnungen:
2001  Award and Medal of Honour, Cuprum IX,
         internationale Biennale, Lubin, Polen
2004  Woyty Wimmer Preis für das graphische Werk
Aktivitäten:
2008  Dokumentationszentrum für Moderne Kunst, St. Pölten, Niederösterreich
         Liebeserklärungen: Galerie Ardizion, Bregenz, Vorarlberg
2007   Geburt von Sohn Rouven
          print:  k/ haus, 1010 Wien
          4. Atelierpräsentation mit Rouven Dürr und Kurt Spitaler, Perchtoldsdorf
2006  the failed show: Esterhazygasse 19, 1060 Wien
         de natura: k/haus, 1010 Wien
         weiter.finden: A41 Galerie im Hof, Albertgasse 41, 1080 Wien,
         Internationale Druckgraphik Triennale in Krakau / Oldenburg / Wien
2005 Tierisches: St. Peter an der Speer, Wiener Neustadt
        der feine Anspruch: Hyrtlgasse,1160 Wien
        AKH – Galerie, mit Monika Kircher, 1090 Wien
        bin ganz maulwurf:  ZiK, Hirschengasse 19, 1060 Wien
        buchkunst buchgraphik buchobjekte: k/haus, Wien
2004  Pflanzliches: St. Peter an der Speer, Wiener Neustadt
2003  Frauen machen Druck: Kleine Galerie, 1030  Wien
         Geburt von Sohn David
2002  Internationale Buch Kunst Biennale Horn, NÖ
          Druck Kunst Tage:  Museum der Arbeit, Hamburg
          Geschichten vom Essen und Sterben: Institut Francais de Vienne, Einzelausstellung  
          Paris, Berlin, Wien: Kleine Galerie, 1030 Wien
2001   Diplom
          Ausstellungsbeteiligung in der Galerie des österreichischen Generalkonsulates in Krakau
          Frauen machen Druck: Kleine Galerie, 1030 Wien
          Die Laborantinnen: Kleine Galerie, Wien
          wie wichtig ist die Schwerkraft wirklich:  Galerie 2001, Stainach, Steiermark, Einzelausstellung
          Animationsfilmworkshop: Hochschule Krakau, bei Prof. Jerzy Kuca
          Ost – West – Ost: Kleine Galerie,1030 Wien
Ankäufe: Artothek des Bundes, Niederösterreichisches Landesmuseum


Maria Arlamovsky

Bilder,
gewaltsam aus ihrer Welt gerissen,
schlagen machtlos auf

auf dem ausgelaugten Boden
den unsere kulturelle Prägung ihnen gewährt.

Bio/Filmographie

lebt und arbeitet in Wien, drei Kinder
1965 in Wien geboren
1984 Studienaufenthalt in Paris; Kleinplastik und
Metallgestaltung
1985 Arbeitsaufenthalt in Sri Lanka
1988 Mitarbeit im Grünen Parlamentsklub, Presseabteilung
1990 Aufnahme an der Filmakademie Wien, Studium: Produktion.
1995 FAK´95, StudentInnenfilmtage, Konzept und Organisation
1996 Konzept und Ausführung der Filmtage „Vision: Geburt“,
Ein Versuch, den Blick auf den weiblichen Körper
zurückzugewinnen
1997 Konzept und Ausführung:
„Angst hab´ich keine, aber leid tu ich mir jetzt schon“/
„Rubber Chicken – Born At Home“, 74 min., DV
1998 Konzept und Mitarbeit der Filmtage „Vision: Geburt 2“
1999 Konzept zur Ausweitung der Filmtage „Vision: Geburt“ zu „filmtage
frauen:körper“
1999 Fertigstellung des Films „Stueckwerk“ als Übermalung der
Theateraufführung des Serapion Theaters „Seltsame Unruhe“
1996, 65 min., Super 16/Video
2000 Diplomarbeit: Ethnographischer Film
2002 "laut und deutlich – Leben nach sexuellem Missbrauch",
Dok., Digi Beta, 68 min., Regie; 3sat und arte
2003 Things. places. years.“ dok., Video, 70min., Schnitt
2004 Recherche und Mitarbeit “Unser täglich Brot” von Nikolaus Geyrhalter
2006 Dreharbeiten in der Demokratischen Republik Kongo als Recherche für
ein Dokumentarfilmprojekt: “Imagining help, NGO reality” mit der NGF
Recherchearbeiten für “7915 km” von Nikolaus Geyrhalter
2007 Masterstudium, Donauuniversität Krems, Interkulturelle Kompetenz
Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen
2008 Fertigstellung eines Kurzdokumentarfilms

Kurt Spitaler          
geboren 1966 in Bruck/Mur
aufgewachsen in Judenburg (Stmk) und Großbuch (Ktn)
lebt in Baden bei Wien
Studium der Soziologie ( Diplom mit Auszeichnung )
Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste bei B. Gironcoli
1999 Diplom mit Auszeichnung
AUSSTELLUNGEN
2009 „different.ways.2.SCULPTURES“, Künstlerhaus Klagenfurt
2010 „different.ways.2.SCULPTURES“, Künstlerhaus Bregenz
„vierzehn“, NÖ Dokumentationszentrum für moderne Kunst
Eco-plus, Wien
Kunstverein Baden
2008 „Natur – Struktur“, Galerie Raumimpuls, Waidhofen/Ybbs
„Auf dem Sockel“, Art-P, Perchtoldsdorf
Schloss Straßburg,Ktn
„Lucid Cocoon“, Kunstverein Baden
2007 „Die Liebe zu den Objekten“, LM-NÖ, St. Pölten
„Linear betont“, Atelier Sakic/Lang, Perchtoldsdorf
„Drahtseilakte“, Viertelsfestival-Industrieviertel, Tattendorf
Internationales Bildhauersymposium Irdning, Stmk
Galerie Arcade, Mödling
Kraftwerk Hornburg, Kärnten
Haus 2001, St. Pölten
Kunstverein Baden
NÖ-Versicherung, St. Pölten
2006 „Das Feuer im Holz“, Ausstellungsreihe der NÖ ART
2005 „That’s new, IG Bildende Kunst, Wien
                      Galerie G, Judenburg
                       „art position 2005“, Brauerei Ottakring, Wien
                       Internationales Bildhauersymposium, Maria Saal
                       Galerie in der Herzogburg, St. Veit/Glan
                       Kunstverein Baden
2004                „re-member 2004“, Kunstverein Baden
                       Galerie art position, Wien
                       Galerie K3, St. Kanzian
                       „Kunst und Golf“, Golfclub Klopein
                       „art position 2004“, Brauerei Ottakring, Wien
                       „Die Macht der Farbe“, Theseustempel, Wien
                       Internationales Bildhauersymposium, Maria Saal
1999                Akademie d. bildenden Künste, Wien
1998                Akademie d. bildenden Künste, Wien
                       „Limits“, Kultur am Kamin, Stockern                    
„Gemeinsam einsam“, Kultur am Kamin, Stockern
1997                Akademie d. bildenden Künste, Wien
„red handed“, Semperdepot, Wien
„Gemeinsam einsam“, Kultur am Kamin, Stockern
1996                Akademie d. bildenden Künste, Wien
                       Galerie Luzanky, Brünn
                       „Juniblochen“, Kunstforum Schloss Wolkersdorf
1995 Akademie d. bildenden Künste, Wien
Ausstellung zum steirischen Landesförderungspreis, Neue Galerie, Graz
1994 intern. Bildhauersymposium Orlic, Tschechien
Hochschule f. angewandte Kunst, Wien
1993 „6 im Garten 9 im Raum“, Hochschule f. angewandte Kunst, Wien
„21 Hammerschläge zur Utopie“, Kunstforum Schloss Wolkersdorf

JPEG-Bild, 706,24 KB Nön.1109
  • Einladung
  • N. Weiss - M. Arlamovsky- K. Spitaler
  • Kurt Spitaler
  • N. Weiss und Band-equipment
  • Natalia Weiss
  • Maria Arlamovsky