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MAKE & TAKE

Ausstellung der Mitglieder zum Thema "Macht und Gewalt"

Petra Buchegger, Martina Funder, Regina Hadraba, Cornelia König, Nina Maron, Ulla Reithmayr, Edith Richter, Helmut Stadlmann, Tibor Solymos, Monika Triska-Schaudy

Vernissage: Fr, 10. Juli 2009, um 19 Uhr
Eröffnung: LAbg. Bürgermeisterin Erika Adensamer
Macht und Gewalt

Macht und Gewalt, diese beiden Begriffe prägen einen großen Teil der Prozesse menschlichen Zusammenlebens.

Macht bezeichnet im Wesentlichen die Fähigkeit von Individuen und Gruppen, das Verhalten und Denken sozialer Gruppen oder Personen zu beeinflussen. Dieser Prozess ist für sich genommen wertneutral und von Beginn an in sämtliche Gesellschaftsbildungsprozesse mit einbezogen: wo immer Individuen aufeinandertreffen, entwickeln sich aufgrund der unterschiedlichen Resourcen und Fähigkeiten, mit denen der Einzelne ausgestattet ist, Strukturen, die den einzelnen Individuen Macht in den vielfältigsten Ausprägungen zuschreiben.

Wissen beinhaltet Macht, Geld beinhaltet Macht, Besitz beinhaltet Macht, handwerkliche Fähigkeiten beinhalten Macht,…..jedes Individuum, das über Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügt, die anderen nicht im gleichen Maße zur Verfügung stehen, besitzt das Potential, Macht über andere auszuüben.
Genau aus diesem Grunde entwickeln sich in sämtlichen Gruppenbildungsprozessen Kontrollmechanismen, die die Möglichkeiten der Einflussnahme einzelner, aufgrund von anerkannter Macht in Teilbereichen, auf ein größeres System beschränken sollen.
Je nach Einflussmöglichkeit von Einzelinteressen und der Kontrollmechanismen derselben, entwickeln sich verschiedenste Systeme des Zusammenlebens ( das betrifft jeden Bereich des Miteinanders im privaten, wirtschaftlichen, öffentlichen,…Leben ).

Gewalt im ursächlichen Verständnis meint vor allem die uneingeschränkte Ausübung von Macht, auch mit den Mitteln des Zwanges. Es ist die wissentliche Überschreitung und Nichtbeachtung der Grenzen und Interessen von Individuen oder  Gruppen zum Zweck der eigenen Interessenmaximierung. Dem Überschreiten von Grenzen zu anderen Individuen geht ein Ausschalten des Legitimationsgedankens und von Kontrollmechanismen voraus.

Als erstes denken wir bei Gewalt vor allem an physische Gewalt, die ist für jeden nachvollziehbar und die veröffentlichten Informationen sind voll davon. Daß etwas mit Gewalt zu tun hat kann man im schlimmsten Fall am eigenen Leib erfahren.
Neben dieser sehr deutlichen und auch verständlichen Form von Gewalt existiert aber noch eine andere, aufs Erste weniger deutlichere Ausprägung von Gewalt, die uns allen, eingebettet in die jeweiligen Strukturen in denen wir leben, entgegenkommt: Strukturelle Gewalt.
Damit sind alle Formen von Beschränkungen, die den einzelnen Individuen von den Strukturen der jeweiligen Formen des Zusammenlebens „aufgezwungen“ werden, gemeint.
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