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SENSING THE MIND - MINDING THE SENSES

Ausstellung der Mitglieder des Kunstvereins Baden zum Jahresthema 2014

Michael Bottig, Petra Buchegger, Martina Funder, Regina Hadraba, Klaus Hollauf, Cornelia König, Doris Libiseller, Ramacher&Einfalt, Ulla Reithmayr, Edith Richter, Rosa Roedelius, Amrei Schanzer, Kurt Spitaler, Monika Triska-Schaudy
Vernissage: Fr, 4. Juli 2014, um 19 Uhr
Es spricht: Dr. Iris Meder, Kunsthistorikerin
Eröffnung: Gemeinderat Hans Hornyik
Ausstellungsdauer: 5. Juli 2014 – 31. August 2014
SENSING THE MIND – MINDING THE SENSES

Sinn (Bedeutung) erschließt sich durch die Verknüpfung von Zusammenhängen. Es sind unsere Assoziation,
unser Denken, unsere Interpretation von Zeichen, die den Sinn ergeben.
Ganz genau so arbeitet die Konzeptkunst. "Concept" als Wort für Begriff ist also etwas rein Denkerisches,
etwas, das erst im Denken, erst in unseren Köpfen geschieht.
Demgegenüber ist die Sinnlichkeit das, was wir mit unseren fünf Sinnen erfassen, in der Kunst meist über
das Auge, doch sind selbst in der bildenden Kunst Zugänge über Ohr, Hände, Haut, Geruch und Geschmack
vorstellbar. Eine Sonderform der Sinnlichkeit ist es, wenn wir unseren eigenen Körper als ganzes Fühlen
mit einbeziehen.
Sinn als Bedeutung ist der Sinnlichkeit der Sinne genau entgegen gesetzt. Und ebenso verhält es sich mit
der Konzeptkunst: Sie entfaltet sich erst im virtuellen Bedeutungsraum. Und nur dort. Und genau dadurch
unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Kunst der "retinalen Kunst", denn diese erlangt zwar ihren
Sinn auch erst im Kopf des Betrachters, doch sie ermöglicht auch einen sinnlichen Zugang, denn sie
wirkt überwiegend "effekthascherisch" auf das Auge, statt als Vorstellung oder Verknüpfung von
Bedeutung im Denken.
Es stellt sich nun die Frage: Inwieweit kann streng genommen die bildende Kunst überhaupt sinnlich sein –
wenn man vom Sehen (und u. U. Hören) absieht, einer Kunst-Begegnung, die geradezu steril, d.h. ohne
Berührung des eigenen Körpers oder Objekts stattfindet? Ist demnach Kunst nur Vermittlerin
von Sinneseindrücken, bzw. holt sie Spuren von Sinnlichkeit hervor, die in uns selbst schlummern?
Und wenn ja, könnte dies auch auf Konzeptkunst zutreffen?

Dagmar Travner
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