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FALTEN UND SCHNEIDEN

Martina Golser und Barbara Höller

Vernissage: Do, 27. März 2014, um 19 Uhr
Es spricht: Lucas Gehrmann, Kurator
Eröffnung: Helga Krismer, Vizebürgermeisterin

Ausstellungsdauer: 28. März 2014 – 4. Mai 2014
Martina Golser
Ausgangsmaterial für alle Bilder Martina Golsers sind botanische Fachbücher. Für ihre früheren Arbeiten waren es mikroskopisch vergrößerte Pflanzenschnitte, jetzt sind es normale Pflanzendarstellungen, oder Pflanzenmaterial, welches sie selber bei ihren Spaziergängen findet. Sie schöpft also aus der Natur, und greift immer wieder, auch in Phasen der Unklarheit, auf sie zurück. Nur annähernd kann sie in ihren Arbeiten an die, für sie faszinierende Formensprache der Natur, herankommen.
„Ich denke wir brauchen keine neuen Formen erfinden, alles ist bereits in der Natur vorhanden. Ganz wichtig wäre es in der heutigen Zeit, mehr Augenmerk auf sie zu richten, mehr Achtung vor ihr zu haben, und von unserem zerstörerischen Weg, ihr gegenüber, Abkehr zu nehmen“, erläutert Martina Golser.
Das Medium Zeichnung fasziniert sie in seiner Direktheit und Einfachheit. Es bietet ihr die Möglichkeit sehr fein und vielschichtig zu arbeiten, ausdrucksstark, aber doch auch zurückhaltend zugleich, was ihrem Wesen am besten entspricht.

Kurzbiographie :
1963 geboren in Vorarlberg, lebt und arbeitet in Melk ( Niederösterreich )
1981 – 1983 : Besuch der Graphischen Versuchs – und Lehranstalt Wien
1985 – 1990 : Studium an der Hochschule für Angewandte Kunst Wien,
Keramikklasse Prof. Mattheo Thun – Hohenstein
1989 : Rotary – Kunstförderpreis
1990 : Würdigungspreis des BmfUK
2008 : Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
Ausstellungen ( Auswahl ) :
2006 : Kulturverein Werfen
2008 : Natur – Struktur, raumimpuls, Waidhofen / Ybbs
2009 : Kulturpreisträger des Landes Niederösterreich, NÖ DOK St. Pölten
Zyklus 4.0. Zeitgenössische Kunst aus Mitteleuropa, Stift Lilienfeld
transform , Bad Ischl
2010 : natur. PUR. 2010, Künstlerhaus Klagenfurt
2011 : Stadtgalerie Imst
Dorfgemeinschaftshaus Gossam
Stadtmuseum Melk
Galerie Arcade
NÖ ART micro. macro. cosmos.
2012 : Blaugelbe Galerie Zwettl
Kunststation Kollmitzberg
Alte Schmiede Schönberg am Kamp
2013 : John B. Aird Gallery Toronto
Galerie QuadrART Dornbirn
DavisKlemmGallery Wiesbaden
Galerie SchauStall Amstetten

Barbara Höller

falten, eine partizipation am leben
Falten und Hände sind ein altbekanntes und dennoch aktuelles Thema.
In der Biologie wird das natürliche Entstehen von Falten beim Älterwerden oftmals mit Anti Aging Produkten verzweifelt bekämpft. Die Physik spricht von sogenannten Raum-Zeit-Falten - Bereiche in denen die Raumzeit instabil geworden ist, sodass man mittels eines Wurmlochs in ein Paralleluniversum reisen kann. Altbekannt ist die hohe Kunst der asiatischen Papierfaltungen (Origami) dessen Ursprünge in der zeremoniellen Tradition Japans und dem früheren hohen Wert des Material Papiers liegen.
Mein Ausgangspunkt zu dem Projekt “falten, eine partizipation am leben” ist die Falte selbst. Sozusagen die Raumsituation der Kante, bei der ein Etwas (ein Raum, ein Geschehen) in ein anderes Etwas (ein anderer/gleicher Raum, ein anderes/gleiches Geschehen) übergeht.
Ich zitiere im folgenden aus “Gegen Null. Eine mathematische Phantasie” (Lars Gustafsson, 2011):
“Falten Sie ein Papier in der Mitte. Schreiben Sie “0” mitten auf den Falz. Gehen Sie von “0” aus nach rechts und notieren Sie so viele positive Zahlen wie Platz finden. Gehen Sie von “0” aus nach links und notieren Sie nun negative Zahlen -1, -2, -3, ... . Die Zahlenserie ist nun komplett in sich selbst abgebildet und kann so beliebig weit fortgesetzt werden. Wir haben einen Spiegel zustande gebracht, nein einen Ewigkeitsspiegel, “so geht’s in Ewigkeit, so wie die Brunnen gehen”.
Doch was geschieht im Falz?”
Diese Frage birgt so viel Möglichkeiten und die Antwort ist ebenso schwierig wie die Definition des ungreifbaren “Jetzt”.
Ein Zeitbegriff, der gegen Null steuert, möglicherweise Null ist, NICHTS ist. Oder Alles. Eine Falte eben. Das Jetzt ist auch als Augenblick der Entscheidung zu denken.

Biografie:
1959 in Wien geboren
1977-1980 Studium der Mathematik, Wien
1977-1984 Hochschule für angewandte Kunst in Wien (Tasquil, Moosmann)
1987 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1989 Arbeitsstipendium der Stadt Wien
1990 Mitbegründung der Künstlerinnengruppe Vakuum (Mitlgied bis 1995)
1991 Atelierstipendium Budapest
1992 Teilnahme Symposium "Art Camp Jaszbereny/Ungarn"
1992 Kuratorin der Aussellung "Cellar", Bratislava
1993 Mitbegründung des Ausstellungsraumes "sehsaal" (Leitung bis 2001)
1994 1. Preis Trend Art Spektrum 94, Wien
1994 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich
1995 Kuratorin der Ausstellung "Dosahy/Reichweiten" (Tschechische Republik)
1995 Romstipendium des bm.wvk
1996 Japanstipendium des bm.wvk (gemeinsam mit Konrad Rautter)
1999 1. Preis Bauholding Kunstwettbewerb
1999 Ankaufspreis 26. Grafikwettbewerb Innsbruck
2002 Lehrauftrag (digitale Bildgestaltung) Akademie der bildenden Künste, Wien
2003-2005 Lehrauftrag (Mediendesign) an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien
2008 Cokuratorin Ausstellung "zeitraumzeit", k-haus Wien
2010 Teilnahme 43. SteinbildhauerInnensymposion [kunstwerk] Krastal
2012 Cokuratorin Ausstellung "zeit(lose) zeichen", Künstlerhaus Wien

Personalen (Auswahl):
2012 foryouandyourcustomers Wien
2010 Galerie Splitter Art Wien
2009 artmark Galerie Wien
2008 Galerie Na Moste, Wannieck Gallery, Brno (CZ)
2008 hauuuch, Klagenfurt
2008 Galerie im Lebzelterhaus, Vöcklabruck
2007 factory Kunsthalle.Krems (Folder)
2007 art.P, Perchtoldsdorf (mit Ch. Stock)
2007 Galerie 3, Klagenfurt (mit G. Thuma)
2007 Galerie allerArt, Bludenz
2006 oberösterreichischer Kunstverein Linz (mit Sasshofer, Thuma)
2006 Galerie im Denkraum, Wien

Ausstellungen (Auswahl):
2013 "Vakuum" artP.kunstverein Perchtoldsdorf
2013 "Zeichnen! Zeichnen!" Künstlerhaus Wien
2013 "Great Balls of Austria, camp!point, Athen, Greece
2013 "The USB-SHUFFLE-SHOW" Institut für alles Mögliche, Berlin
2013 "bunt" Atelier Thomas Draschan, Wien
2013 "red" Mag3, Wien
2013 "Schöpferische Dichte" artroom Würth, Böheimkirchen
2012 "Konkret - Konstruktiv - Minimal" Sparkasse Waldviertel-Mitte, Zwettl
2012 "entre.SCULPTURES.2012" Galerie Prisma, Bozen
2012 "Konkret - Konstruktiv - Minimal" Babenberger Burgruine, Gars am Kamp
2012 "(Kleinformatig) … in Petersburger Hängung" St. Pöltner Künstlerbund
2012 "Sarajevo Transit", Collegium artisticum, Sarajevo
2012 "flashdance", DOK St. Pölten
2012 "25 Jahre artmark Galerie", artmark Galerie Wien
2012 "konkret - konstruktiv - minimal", Festsaal der Stadtgemeinde Böheimkirchen
2011 "Etwas Großes", basement Wien
2011 "quer", artmark Galerie Wien


Wir bitten Sie, diese Ausstellung des Kunstvereins Baden in ihrem Medium voranzukündigen und in weiterer Folge darüber zu berichten. Für nähere Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Nummer
+43 650 47 100 11 zur Verfügung.
Cornelia König
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